
Die häufigsten Winde am Gardasee sind:
Peler: ein konstanter Wind, der für den Gardasee charakteristisch ist, kommend vom Norden, der sich über den ganzen See ausdehnt, vor allem im oberen und mittleren Teil des Sees. Er weht vom frühen Morgen (2-3) bis ca. Mittag (11-12) und nach Sonnenaufgang wird er durch die Temperaturerhöhung stärker. Vor allem im östlichen Teil des mittleren Gardasees ist er sehr stark und kann 15 M/Sek. erreichen; mit starker Welle. Dies wird vor allem von zahlreichen Kitesurfern genutzt, die bereits im Morgengrauen bei Campione und Malcesine surfen.
Ora: vom lateinischen “aura” oder “vento” ist eine leichte Brise kommend von der Poebene, die erwacht, nachdem der Peler „eingeschlafen“ ist und bis zum späten Nachmittag anhält. Er betrifft unter anderem den mittleren und oberen Gardasee, der durch die umliegenden Berge am See eine besondere Geschwindigkeit durch den „effetto Venturi“ erreicht. Der untere Teil des Gardasees ist in den Sommermonaten nicht sehr betroffen. Schwächer als der Peler und der Ander, erreicht er eine Geschwindigkeit von 5-6 M/Sek. und im Sommer, in denen er ein bißchen stärker ist, erreicht er Geschwindigkeiten bis zu 12 M/Sek. Er wird hauptsächlich in den Nachmittagsstunden von Katamaranen, Windsurfern, Kitesurfern und Segelbooten auf der Höhe von Torbole genutzt.
Ponal: typischer Sommerwind mit starker Intensität, kommend vom Ledro Tal in den Morgen- und Abendstunden. Den Namen hat er vom Fluss Ponale.
Bali – Balinot oder auch Spisoca: kommend vom Norden. Durch den starken Temperaturabfall oft hervorgerufen durch Niederschlag und Schneefall. Er kann eine Geschwindigkeit von 20 M/Sek. erreichen und verursacht meist starke Wellen.
Ander: ein konstanter Wind kommend aus Süd-West, der am frühen Nachmittag erwacht und nur einige Stunden anhält. Er betrifft hauptsächlich den südlichen Teil des Gardasees. Die Ausnahme: manchmal erreicht er auch den Norden des Sees, bläst über Nacht mit einer Geschwindigkeit von 10 M/Sek. und verursacht unregelmäßige Wellen gegen Norden.
Vinesa: konstanter Wind, kommend aus Süd-Süd- Ost; bläst vom Veroneser Ufer Richtung Brescianer Seite. Er entsteht durch ein adriatisches Störungstief oder durch das Aufkommen der Bora. In diesem Fall, wenn der Himmel von Ost-Süd-Ost sich verdunkelt ist dieser Wind ein Schlechtwetterbote. Er kann sehr gefährlich sein, wegen seiner Stärke und erzeugt einen hohen Wellengang.
Boaren oder Boarno: eine Landbrise von Vobarno (daher der Name) in Val Sabbia, der am Morgen oder Abend von Ost-Nord-Ost aus dem Golf von Salo´ kommt und den Peler von Toscolano Maderno verdrängt. Verschiede Intensität mit maximaler Geschwindigkeit von 5-6 M/Sek. auch wenn er meistens schwach ist und keine Wellen erzeugt. Dieser Wind bringt normalerweise gutes Wetter.
Gardesana: ein Wind der von Garda in Richtung Sirmione weht.
Visentina: Schlechtwetterwind von San Vigilio, der den unteren Teil des Gardasees beeinflusst.
Fasanella: ein konstanter Wind mit schwacher Intensität. Er bildet sich am frühen Nachmittag im Westen von Fasano (Gardone Riviera) und bläst bis zum Sonnenuntergang nach Osten; erreicht auch den südlichen Teil des Sees. Er kann sich durch den Beschleuningungseffekt „Venturi“ auch nach Norden ausbreiten und ab Tignale formen sich hohe Wellen, typisch für die Sommerperiode. Bringt schönes Wetter mit sich und läßt den See grün azur schimmern.